Die Anreise nach Swinemünde ohne Auto ist nicht nur möglich, sondern oft auch eine deutlich angenehmere Wahl als die Fahrt mit dem Wagen. Du vermeidest Staus, die Parkplatzsuche und Gebühren in der Parkraumbewirtschaftung, und die Stadt selbst ist – dank kompakter Bauweise, hervorragender öffentlicher Verkehrsmittel, Fahrrädern und Fährverbindungen – besonders fußgängerfreundlich.
Hier ist ein praktischer Ratgeber für eine bequeme Anreise und die schönsten Orte in Swinemünde.
Fernzüge der PKP Intercity (IC, TLK, EIC) sowie Regionalzüge (Polregio) fahren direkt zum Bahnhof Swinemünde, der sich auf der Ostseite der Świna befindet (auf der Insel Wolin).
Vom Bahnhof direkt zur Fähre: Der Bahnhof ist nur wenige Schritte vom Fähranleger Swinemünde–Zentrum (Fähren „Bielik“) entfernt. Nach dem Aussteigen aus dem Zug gehst du einfach zur Fähre – in etwa 10 Minuten bist du auf der linken Stadthälfte (Insel Usedom/Uznam). Dort liegen die meisten Hotels, Pensionen, die Promenade und der Strand.
Tunnel unter der Świna: Seit der Eröffnung des Tunnels unter der Świna direkt am Bahnhof fahren auch städtische Busse (z. B. die Linien A, B), die durch den Tunnel auf die andere Seite der Stadt fahren – ohne auf die Fähre warten zu müssen.
Linienbusse erreichen Swinemünde direkt aus vielen Städten in Polen und Deutschland. Die Bushaltestellen liegen in der Nähe des Bahnhofs oder im Stadtzentrum.
Eine interessante Alternative, besonders wenn du aus Westpolen oder aus Deutschland reist, ist die UBB-Bahn. Sie verbindet Swinemünde direkt mit den deutschen Ostseebädern (Ahlbeck, Heringsdorf, Bansin) sowie mit Berlin und Greifswald. Der Bahnhof Swinemünde Zentrum liegt auf der linken Seite (Insel Usedom).
Zu Fuß: Das Seebadviertel, das Stadtzentrum, die Parks und die Promenade sind bestens miteinander verbunden und in kurzer Gehstrecke erreichbar.
Mit dem Fahrrad: Swinemünde und die gesamte Insel Usedom sind berühmt für erstklassige, flache Radwege. In der Stadt gibt es viele Fahrradverleihstationen – für klassische Fahrräder und E-Bikes.
Fährüberfahrten: Die Fähren „Bielik“ (in der Innenstadt) sowie „Karsibór“ sind für Fußgänger und Radfahrer kostenlos.
Stadtbusse (KA Świnoujście): Bieten komfortable Verbindungen zwischen der Insel Usedom und Attraktionen auf der Insel Wolin (z. B. das Seedeich-/Leuchtturmareal, Fort Gerharda).
Das Wahrzeichen der Stadt und ein Muss bei jedem Spaziergang. Die markante weiße Windmühlen-Stawa steht am Ende der Westmole, dort wo die Świna in die Ostsee mündet.
Der Strand in Swinemünde erhielt mehrfach die Auszeichnung „Blaue Flagge“ für Sauberkeit und Sicherheit. Er ist außergewöhnlich breit (stellenweise über 100 Meter) und hat einen sanften Zugang ins Wasser. Entlang der Küste erstreckt sich eine moderne, lebendige Promenade mit Cafés, Restaurants und Spazierwegen.
Die Stadt hat eine reiche militärische Geschichte. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen:
Fort Anioła: Nach dem Castel Sant’Angelo in Rom gestaltet (Insel Usedom).
Fort Zachodni: Direkt neben dem Kurpark und dem Strand gelegen (Insel Usedom).
Fort Gerharda (Fort Wschodni): Auf der Insel Wolin gelegen, die du bequem mit dem Stadtbus vom Zentrum aus erreichst.
Einer der höchsten Ziegelleuchttürme der Welt (68 Meter Höhe). Von der Spitze aus bietet sich der Blick auf die Ostsee, den Hafen und die umliegenden Inseln. Er liegt auf dem rechten Oderufer (Insel Wolin), unweit von Fort Gerharda.
Im 19. Jahrhundert vom berühmten Gärtner Peter Joseph Lenné entworfen. Das weitläufige, grüne Gelände lädt zum Entspannen in der Sonne, zum Joggen oder zu einem Spaziergang auf dem Weg vom Zentrum zum Strand ein.
Wenn du in Swinemünde ohne Auto unterwegs bist, lohnt es sich, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der UBB-Bahn in die grenznahen deutschen Orte zu fahren: Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Sie begeistern mit klassischer Architektur der historischen Villen (Bäderarchitektur) sowie mit dem historischen Seebrückenbau in Ahlbeck.
Plane die Fahrt ab dem Bahnhof: Wenn dein Hotel auf der linken Seite liegt, überprüfe nach dem Aussteigen aus dem Zug den Fahrplan des Stadtbusses durch den Tunnel – oder geh einfach zur Fußgängerfähre „Bielik“. Die Fährverbindung bietet dabei zusätzlich einen besonderen Blick-Start ins Urlaubsgefühl.
Installiere eine App für die Mobilität: Zum Prüfen der Fahrpläne von Stadtbussen und Regionalzügen sind Apps wie Jakdojade oder KOLEO hilfreich.
Miete dir ein Fahrrad für den ganzen Tag: Der beste Weg, sowohl die polnische als auch die deutsche Seite der Insel Usedom zu erkunden – ohne sich in Staus abzuarbeiten.